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Grundlagen

Du sagst in normalen Worten, was du brauchst. Claude baut es. Du schaust es dir an und sagst, was noch anders soll. Programmieren musst du nicht, kaputtmachen kannst du nichts, und merken musst du dir von dieser Seite nichts.

Was du vorher brauchst

Einen Claude-Account. Wenn du im Browser arbeitest, zusätzlich einen kostenlosen GitHub-Account, das dauert fünf Minuten. Für die Desktop-App auf deinem eigenen Rechner brauchst du einen bezahlten Claude-Plan. Alles andere richten wir gemeinsam vor Ort ein. Die genauen Schritte stehen unter Starten.

Auf dieser Seite

Lesezeit etwa 6 Minuten. Die ersten drei Abschnitte liest du am Stück, die letzten beiden schlägst du später nach, wenn ein Wort fällt, das du nicht kennst.

  1. 1. So läuft das bei euch ab
  2. 2. Womit du arbeitest
  3. 3. Wie du mit Claude redest
  4. 4. Was dazukommen kann
  5. 5. Wörter, die dir begegnen

1. So läuft das bei euch ab

Beispiel: Gästeanfragen automatisch beantworten. Am ersten Tag klärt ihr in vier Gruppen eure Idee, am zweiten Tag baut ihr sie, um 15:00 zeigt ihr sie den anderen. Du bleibst die ganze Zeit im Gespräch und entscheidest mit.

In der Gruppe tippt meistens eine Person, die anderen denken mit, probieren aus und formulieren die nächste Anweisung. Weil du mit Claude in ganz normaler Sprache redest, können alle mitreden, auch ohne Technikwissen. Der fertige Ablauf liegt danach in der n8n dieser einen Person.

  1. Idee sagen

    Du beschreibst dein Ziel in eigenen Worten, getippt in ein Chatfenster. Unsicher? Schreib „Hilf mir, meine Idee zu klären“, dann stellt Claude dir ein paar einfache Fragen. Das passiert am ersten Tag nachmittags.

  2. Claude baut

    Claude baut den Ablauf in deiner n8n: E-Mail kommt rein, ein KI-Baustein schreibt einen freundlichen Antwortentwurf, der Entwurf wird gespeichert. Das dauert oft ein bis zwei Minuten am Stück, in denen du nur zusiehst. Das ist normal, nicht abbrechen.

  3. Testen

    Claude probiert den Ablauf mit erfundenen Beispieldaten aus und zeigt dir das Ergebnis.

  4. Nachbessern

    Passt etwas nicht, sagst du es einfach: „zu förmlich“, „bitte auch auf Englisch antworten“, „so war das nicht gemeint“. Claude ändert es. Das ist der Normalfall, nicht die Ausnahme. Hier verbringst du die meiste Zeit am zweiten Tag.

  5. Oberfläche, wenn du eine brauchst

    Sollen Menschen etwas anklicken können, baut Claude dazu eine kleine Webseite. Der Fachbegriff dafür ist Frontend, auf dieser Seite heißt es Oberfläche.

  6. Herzeigen, wenn du willst

    Für eine öffentliche Adresse bringt Claude deine Oberfläche ins Netz, zum Beispiel unter app-1234.buildbar.de.

2. Womit du arbeitest

Zwei Werkzeuge, mehr nicht. Das eine redet mit dir, das andere macht die Arbeit weiter, wenn du längst Feierabend hast.

Claude Code

Claude Code ist dein KI-Kollege. Du schreibst ihm in normaler Sprache, was du brauchst, zum Beispiel „beantworte Gästeanfragen automatisch“. Er versteht die Idee, baut den Ablauf, probiert ihn aus und erklärt dir, was er getan hat. Der Name klingt nach Programmieren. Das Programmieren übernimmt Claude, nicht du.

Du triffst ihn in einem Chatfenster, entweder direkt im Browser oder in einem Programm auf deinem Rechner. Beim Hackathon arbeiten die meisten im Browser.

Bild dazu: Wie ein sehr fähiger Kollege, dem du eine Aufgabe beschreibst und der sie umsetzt, während du danebensitzt und mitentscheidest.

n8n (gesprochen: enn-acht-enn)

n8n ist ein Baukasten für Abläufe. Du verbindest einzelne Bausteine zu einer Kette: Ein Auslöser startet den Ablauf („eine E-Mail kommt rein“), dann folgen Schritte („ein KI-Baustein schreibt eine Antwort“), am Ende steht eine Aktion („Entwurf speichern“). In n8n selbst heißen diese Abläufe auf Englisch Workflows, das ist dasselbe.

Bild dazu: Wie eine Reihe Dominosteine: Du stellst sie einmal auf, danach läuft der Ablauf jedes Mal von selbst durch.

Damit Claude nicht nur über den Ablauf reden, sondern ihn wirklich bauen kann, gibt es eine Verbindung zwischen den beiden. Sie heißt n8n-mcp und liegt in deinem Projekt schon fertig, du musst nichts einrichten und den Namen nirgends eintippen.

Was Claude gebaut hat, siehst du danach in n8n im Browser: bunte Kästchen mit Linien dazwischen, die du anklicken, ansehen und selbst starten kannst. Ab da läuft der Ablauf allein weiter, auch wenn dein Chat mit Claude längst zu ist. Der KI-Baustein mitten im Ablauf ist nämlich nicht Claude Code, sondern etwas, das Claude Code für dich eingebaut hat.

3. Wie du mit Claude redest

Für diese Arbeitsweise gibt es ein Modewort, das dir am Event begegnen wird: Vibe Coding. Es heißt nichts anderes als: Du sagst, was herauskommen soll, das Wie überlässt du Claude. Du ziehst keine Bausteine von Hand und schreibst keinen Code. Das Wichtige daran ist das Nachbessern im Gespräch: Du schaust dir das Ergebnis an, sagst „das ist zu förmlich“ oder „bitte auch auf Englisch antworten“, und Claude baut es um.

So sieht so eine Nachricht aus

„Bei uns kommen jeden Tag etwa zwanzig Mails mit derselben Frage nach den Öffnungszeiten. Ich hätte gern, dass darauf automatisch ein Antwortentwurf entsteht, den ich vorher noch anschauen kann.“

  • Ganze Sätze in deiner normalen Sprache, Fachbegriffe brauchst du keine.
  • Ein Ziel pro Nachricht. Alles Weitere klärt Claude durch Nachfragen.
  • „Das ist nicht, was ich meinte, mach es anders“ ist eine völlig normale Antwort.
  • „Erklär mir das nochmal einfacher“ darfst du jederzeit sagen, so oft du willst.

Wie viel Claude allein darf

Du kannst einstellen, wie selbstständig Claude arbeitet. Das ist keine Technik-Einstellung, sondern eine Frage der Arbeitsweise: erst denken lassen oder direkt machen lassen. Für die zwei Tage brauchst du genau zwei Einstellungen.

Plan

Claude liest, denkt nach und schlägt einen Plan vor. Geändert wird nichts, bis du zustimmst.

Wann: Am ersten Tag beim Ausarbeiten der Idee, und immer dann, wenn du erst verstehen willst, was passieren soll. In der Agenda steht dafür der englische Begriff „Plan Mode“, gemeint ist genau das hier.

Achtung: Im Browser ist Plan nicht voreingestellt. Am ersten Tag stellst du also einmal von Hand um.

Bearbeiten erlauben

Claude arbeitet durch und ändert Dateien selbstständig, ohne jedes Mal zu fragen.

Wann: Am zweiten Tag beim Bauen, wenn der Plan steht. Im Browser ist das die Voreinstellung. Du schaust dir das Ergebnis danach an, statt jeden Schritt einzeln freizugeben.

So schaltest du um

  • Im Browser: über die Auswahl direkt neben dem Eingabefeld, dort wo du deine Nachricht tippst. Ein Klick, dann wählst du Plan oder Bearbeiten erlauben.
  • Die Bezeichnungen können in deiner Version leicht abweichen und stehen manchmal auf Englisch. Manche Zugänge zeigen noch weitere Modi, zum Beispiel „Auto“. Für den Hackathon brauchst du sie nicht.
  • Nutzt du die Desktop-App auf deinem eigenen Rechner, blätterst du mit Shift + Tab durch die Modi. Das steht auch in der Desktop-Anleitung.

Du kannst nichts kaputtmachen

  • Vor jeder Änderung an deinem Ablauf wird automatisch eine Sicherungskopie angelegt. Geht etwas schief, schreibst du einfach „das hat nicht funktioniert, mach es rückgängig“.
  • Fehler sind normal, auch bei Claude. Kopier die Fehlermeldung in den Chat und schreib dazu „das kam dabei heraus“. Meistens findet Claude den Fehler selbst.
  • Du kannst Claude jederzeit stoppen, wenn es in die falsche Richtung läuft.
  • Und wenn gar nichts geht: Vor Ort sind Leute, die dir über die Schulter schauen. Frag einfach.

Ab hier ist Nachschlagewerk. Wenn du müde bist, hör hier auf, du hast alles Wichtige.

4. Was dazukommen kann, wenn deine Idee es braucht

Diese drei Bausteine stehen bereit. Ob deiner dabei ist, sagt dir Claude, wenn deine Idee steht. Für die meisten Ideen reicht n8n allein.

Tabelle (NocoDB)

Eine Tabelle im Browser, so ähnlich wie Excel. Gut, um Daten zu sammeln und anzuschauen, zum Beispiel Anfragen oder Anmeldungen.

Datenbank (Supabase)

Für Ideen, die mehr brauchen: wenn Menschen sich anmelden sollen, wenn Dateien hochgeladen werden, oder wenn in vielen Dokumenten nach Sinn statt nach Stichwort gesucht wird.

Oberfläche (Frontend)

Eine kleine Webseite, auf der Menschen etwas anklicken können. Claude baut sie mit, wenn du willst.

Echte Gästedaten? Für den Hackathon arbeitest du am besten mit erfundenen Beispieldaten, drei ausgedachte Gästemails reichen völlig. Dann musst du dir über nichts Gedanken machen. Alle Bausteine hier stehen übrigens in der EU, für den späteren Echtbetrieb bist du damit auf der sicheren Seite.

5. Wörter, die dir begegnen

Merken musst du dir hier nichts, es steht ja da. Diese drei Wörter fallen im Umgang mit Claude Code immer wieder. Alle drei liegen in deinem Projekt schon fertig, du richtest keines davon ein.

CLAUDE.mdläuft schon für dich
  • Ein Merkzettel, den Claude bei jedem Start von selbst liest.
  • Darin steht, wie in deinem Projekt gearbeitet wird und wie ordentliche n8n-Abläufe aussehen.
  • Liegt fertig bereit, du musst die Datei nie öffnen.
Skillsläuft schon für dich
  • Zusatzwissen, das Claude sich für eine bestimmte Aufgabe dazuholt.
  • Ersetzt die lange Beschreibung, die du sonst jedes Mal neu tippen müsstest.
  • Claude greift von selbst zum passenden. Du kannst auch danach fragen, zum Beispiel „nimm bitte den Skill zum Testen“.

Bild dazu: Wie ein Fachbuch, das Claude im richtigen Moment aufschlägt.

MCPläuft schon für dich
  • Die Verbindung von Claude zu echten Programmen außerhalb des Chats.
  • Wird gebraucht, wenn Claude nicht nur reden, sondern etwas tun soll.
  • Bei euch ist das die Verbindung zu n8n. Sie heißt dort n8n-mcp, das ist einfach die MCP-Verbindung zu n8n, nichts Zusätzliches.
Für Neugierige (brauchst du für die zwei Tage nicht)
  • Hooks: feste Regeln, die von selbst auslösen, sobald etwas Bestimmtes passiert. In deinem Projekt legt eine davon nach jeder Änderung eine Sicherungskopie an.
  • Subagents: ein zweiter Claude, der genau eine Aufgabe bekommt, mit eigenem Gedächtnis. Nützlich, wenn nebenher etwas recherchiert werden soll.
  • Gründlicher nachdenken lassen: Tippst du im Eingabefeld einen Schrägstrich, öffnet sich eine Liste mit Einstellungen. Darin gibt es /effort. Höhere Stufen liefern bessere Ergebnisse bei kniffligen Aufgaben und brauchen länger. Die Voreinstellung passt für den Hackathon.

Du bist so weit

Mehr musst du vorher nicht wissen. Du sagst in normalen Worten, was du brauchst, Claude baut es, du sagst, was noch anders soll. Alles andere zeigen wir dir vor Ort.

Die Schritt-für-Schritt-Anleitung gibt es für beide Wege: im Browser oder mit der Desktop-App. Noch keine Idee? Schau ins Ideenmenü.

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